Bericht des Vorsitzenden zur  Mitgliederversammlung am 25. 11. 2016

In der ersten Vorstandssitzung in Pesterwitz erfolgte die Übergabe aller Unterlagen, Ordner und Dateien von Kirsten von der Heiden und Ulrich Wolf an Karla Minkos und Heinz-Werner Lehmann.

So konnten schnell die erforderlichen Änderungen beim Registergericht durch Notarin Krause unter Abgabe aller persönlichen Angaben der neuen Vorstandsmitglieder, Protokolle und Einladungen zur Jahresmitgliederversammlung 2015 erfolgen.

Gleichzeitig wurde die Bankvollmacht für Karla Minkos und Heinz-Werner Lehmann ergänzt.

Damit war die weitere Funktionsfähigkeit des Vereins gegeben.

Schwerpunkte der weiteren Arbeit

Den Schwerpunkt seiner  Arbeit sah der aktuelle Vorstand in der konsequenten Umsetzung des § 2 (4)

der Satzung.

Dazu gehörten:

- Sicherstellung der Trägerschaft für den Sächsischen Jakobsweg an der Frankenstraße,

- Kontaktpflege mit Ehrenamtlichen, die an dem Vorhaben beteiligt sind,

- Erschließung des Pilgerweges in Sachsen (zwischen Bautzen und Hof),

- Aufrechterhaltung des ausgeschilderten und im Pilgerhandbuch beschriebenen Wegverlaufes,

- Wartung der Ausschilderung,

- Aufbau, weiterer Ausbau und langfristige Aufrechterhaltung eines Netzes von  Pilgerherbergen entlang

  des Pilgerweges,

- Wahrung des Grundgedankens des Pilgerns sowie der Einfachheit des Weges und der Pilgerherbergen,

- Vertretung des Sächsischen Jakobsweges an der Frankenstraße nach außen

- Pflege von Kontakten zu Pilgern und Bereitstellung von Informationen,

- Pflege von Kontakten zu angrenzenden Gruppen mit gleichem Ziel.

Ich betone das deshalb besonders, weil alle anderen Aktivitäten und Initiativen zwar gut und richtig sein mögen, aber nicht die Hauptaufgaben dieses ausschließlich von Ehrenämtlern getragenen Vereins sein können.

Der Vorstand hat insgesamt vier Mal getagt und sich insbesondere mit den folgenden Aufgaben beschäftigt.

Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit

Deshalb war es wichtig, das Vorstands- und Vereinsmitglieder zur Erhöhung des Bekanntheitsgrades und zur Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit am Weg 2016 mit Städten und Gemeinden mit den städtischen Trägern des Tourismus und kirchlichen Einrichtungen Gespräche führen.

Gespräche wurden geführt in Bautzen, Göda, Bischofswerda, Demitz-Thumitz, Freiberg, Oederan, Zwönitz und Oelsnitz (Vogtland und Erzgebirge) und dabei entstanden Ideen zu neuen oder geänderten Wegführungen zum Jakobsweg, weiteren gemeinsamen Aktivitäten z.B. mit dem Domladen in Bautzen, der weiteren Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen des Jakobsweges Silberberg oder der Steinmetzschule und Pilgerherberge in Demitz-Thumitz. Beim Besuch in Bad Schlema gab es auch Gespräche mit Vertretern der Stadt Zwönitz über weitere Wegvarianten zum Jakobsweg. Beim Gespräch mit dem Bürgermeister von Oelsnitz/Erzgebirge wurden ebenfalls Vorschläge zu Wegveränderungen gemacht.

Der Vorstand stimmte einer weiteren Diskussion der Anregungen und Vorschläge mit den Verantwortlichen unter Beachtung der Jakobswegregeln und Einbeziehung von Vertretern des Vereins Sächsischer Jakobsweg an der Frankenstraße zu.

Weiter besuchten Vorstandsmitglieder auch Pilgerstammtische in Bad Schlema, Coswig und Chemnitz.

Zur Darstellung des Vereins in der Öffentlichkeit wurde  der vorhandene Flyer in einer Größenordnung von 2500 Stück durch unser Mitglied, Frau Janietz, neu aufgelegt und steht allen Mitgliedern zur weiteren Verteilung zur Verfügung.

Besondere Veranstaltungen des Vereins

Anlässlich des diesjährigen Jakobustages wurden in Chemnitz wieder Aktivitäten und Veranstaltungen vorbereitet und organisiert.

So fand am 23. Juli ein gemeinsames Pilgern auf dem Abschnitt zwischen Flöha und Chemnitz des Sächsischen Jakobsweges an der Frankenstraße mit einer Einstimmung in der Georgenkirche Flöha,  einer  Zwischenstation in der Kirche Euba und dem Abschluss in der Stadtkirche St. Jakobi in Chemnitz statt.

Am Sonntag, dem  24. Juli, fand um 11 Uhr ein Festgottesdienst zum Jakobstag statt. Um 18 Uhr hielt unser Vorstandsmitglied Siegfried Bayer einen Vortrag zur Geschichte des Sächsischen Jakobsweges an der Frankenstraße.

Am Abend des 25. Juli stellte unser Vereinsmitglied Falk Ritter den bekanntesten der vier historischen Jakobswege in Frankreich die Via Podiensis in Wort und Bild vor.

Und schließlich berichtete am 26. Juli nochmals Siegfried Bayer über den spätmittelalterlichen Pilger und Förderer der Reformation, Herzog Heinrich dem Frommen.

Zu diesen Veranstaltungen der Chemnitzer Jakobspilger, der St. Jakobi-Johannis-Kirchgemeinde und des Evangelischen Forums kamen insgesamt über 250 Pilger und Interessierte.

Von dieser Stelle aus noch einmal recht herzlichen Dank für die viele Arbeit und das sehr interessante Darbieten.

Am 16. August 1541 starb der prominenteste sächsische Pilger, Heinrich der Fromme, Herzog von Sachsen. Seine letzte Ruhestätte findet sich in der Grablege der Albertiner im Freiberger Dom. Heinrichs 475. Todestag nahmen wir zum Anlass, uns zum Jahrestreffen am 6. August 2016 in Freiberg zu treffen. Wir wollten die Stadt erkunden, hatten die Möglichkeit vom höchsten Turm der Petrikirche die Sicht zu genießen und waren am frühen Abend eingeladen, um im Rahmen der Veranstaltungsreihe

„Dom und Klang“ Heinrichs Leben und Wirken näher zu betrachten. Passend dazu erklang Musik vom Ensemble Montserrat aus Dresden.

Vorstandsmitglied Sabine Lohmann hat das vorbildlich organisiert und gemeinsam mit dem Freiberger Fremdenverkehrsverein durchgeführt. Insgesamt 40 Mitglieder und Interessenten sind der Einladung dazu gefolgt.

Dafür noch einmal ein herzliches Dankeschön!

Neuauflage Pilgerführer

Unter Federführung von Ulrich Wolf wurde der Druck des neuen Pilgerführers mit umfangreichen Änderungswünschen realisiert. Er ist in einer Auflage von 2500 Exemplaren erschienen und kann über den SZ-Verlag, den Buchhandel und in Ausnahmen auch über den Verein bezogen werden.

Viele Zuarbeiten und Änderungswünsche sind danach eingegangen und sollten bei einer nächsten Auflage in Form einer zeitweiligen Arbeitsgruppe besprochen und eingebracht werden.

An dieser Stelle nochmal einen besonderen Dank an Ulrich Wolf für die umfassenden und zum Teil sicher auch nervenaufreibenden Arbeiten an diesem Projekt.

Freunde des Pilgerweges

Einen Dank möchte ich auch den vielen ungenannten Freunden des Pilgerweges aussprechen. Vielfältige Initiativen an unserem Sächsischen Jakobsweg zeigen, dass er nicht nur von den Pilgern  genutzt wurde, sondern auch von den Anliegern immer mehr angenommen wurde. 

Selbst geschnitzte Schilder, Bänke und Tische und auch weitere Unterkünfte von Privatpersonen haben den Weg attraktiver gemacht.

Im Zeisigwald in Chemnitz konnte, natürlich mit behördlicher Genehmigung, ein mit einer Muschel gekennzeichneter Porphyrstein gesetzt werden und am Jakobustag, anlässlich der Begehung von Flöha nach Chemnitz wurde eine Tafel mit Informationen zum und über den Jakobsweg durch Chemnitz enthüllt, die großen Zuspruch auch bei vielen Wanderern gefunden hat.

Insgesamt wurden 311 Pilgerausweise für den Sächsischen Jakobsweg und zum ersten Mal auch

15 Pilgerausweise für den Spanischen Jakobsweg ausgegeben, erstmals auch vom Domladen in Bautzen.

Positive Außenwirkungen

Unser Weg fand auch Aufnahme in die Broschüre Wanderlust des Tourismusverband Erzgebirge e.V. mit 40000 Exemplaren.

Auch fand ein Gespräch mit dem Lehrstuhl für Architektur an der TU Dresden statt, wo  ein Projekt zu einem transportablen Raum erarbeitet wird, welcher als Unterkunft und Kapelle nutzbar sein kann und eventuell Aufstellung am Weg finden soll.

Unser Jakobsweg fand auch bei einem weiteren Projekt Beachtung. Vielleicht haben sie darüber schon in den Medien gelesen. Frau Schudeja (Mitglied im Verein) nahm an Veranstaltung  „Pilgern als sozialpädagogische Maßnahme“ teil und legt noch einen Bericht vor.

Es ist ein weiteres Gespräch mit Herrn König(Veranstalter) soll geführt werden.

Ein neues Buch über unseren Weg ist erschienen. Der Autor Werner Rathgeber, der den Weg gegangen ist, nannte es “ Meine Füße folgen dem Rhythmus meines Herzens“. Dieser Bericht ist sehr schön gestaltet und verarbeitet und eignet sich auch gut als Geschenk.

Auf Vorschlag von Karla Minkos prüft der Vorstand nach weiterer Diskussion die Herausgabe eines Abzeichens und/oder einer Urkunde für die Begehung oder Teilbegehung des Sächsischen Jakobsweges, um einen weiteren Anreiz zum Kennenlernen dieses Weges zu geben.

Homepage des Vereins

Noch ein Wort zu unserer Homepage. Nach Auskunft von Ulrich Wolf liegt der aktuelle Zugriff auf unsere Seite bei ca. 105.000. Dir und insbesondere auch Stephan Mehnert  dafür herzlichen Dank.

Zur Ergänzung wurde Falk Ritter aus Chemnitz als neuer und weiterer Verantwortlicher für die Homepage durch den Vorstand bestätigt.

Aussprache

Weitere Gedanken über die Aufgaben im nächsten Jahr wurden in der anschließenden Aussprache diskutieren.

Chemnitz, 1. März 2017

Heinz-Werner Lehmann